Was macht eine gute App aus?


Wir wurden schon öfters gefragt, was ist eine gute App? Woran erkennt man das die App es auch Wert ist dafür Geld auszugeben, egal in welcher Höhe? Wurde hier gut gearbeitet oder nur versucht auf einen Zug aufzuspringen um das schnelle Geld zu machen oder einfach den Anschluß am Markt nicht zu verlieren? Warum machen wir von itunes-blog.com Reviews und veröffentlichen das Ergebnis?

Nun wir fragen uns hier nicht direkt, was ist eine gute App, sondern betrachten jede App aus mehreren Blickwinkel und versuchen so einen Gesamteindruck zu erhalten. Um Objektiv zu bleiben muss man als erstes seine persönlichen vorlieben außen vor lassen. Dann sollte man über jahrelange Erfahrung mit Softwareentwicklung und vor allem Softaretest haben und dies aus beiden Richtungen, einmal aus Sicht eines Kunden und einmal aus Sicht eines Technikers. Das bietet einem die Möglichkeit auf unterschiedlicher Weise an die Bewertung einer Software bzw. App ranzugehen. Würde uns auch der Code einer App bereit stehen, so würden noch mehr Kriterien in die Bewertung mit einfließen und wir könnten die Frage nach einer guten App genauer beantworten.

Jetzt könnte man hier einen ganzen Fragekatalog veröffentlichen und die dazu passenden Kriterien abbilden, nur dies scheint uns zu einfach zu sein um eine App zu bewerten. Versuchen wir es also mal mit folgender herangehensweise um unseren Lesern mal zu vermitteln wie wir versuchen zu einem Ergebnis zu kommen:

Ein Spiel muss andere Richtlinien erfüllen als eine Planungssoftware aus der Kategorie Produktivität. Hier kommt es ganz klar auf eine gute Geschichte an und diese muss man auch im Spiel wiedererkennen. Eine gute Mischung aus Animation und Interaktion ist hier ein wichtiger Aspekt eines guten Spiels. Zuviel Erklärungen wärend des Spiels zerstören die Geschichte schon im Ansatz. Es muss hier im Spielaufbau schon darauf geachtet werden, dass der Spieler sich nicht ständig um Dinge kümmern muss die den Spielfluss unterbrechen. Als Beispiel, es wird oft als sehr störend empfunden wenn man wärend einer Spielmission, wärend man sich gerade im taktischen Aufbau eines Angriffes befindet, mal ganz nebenbei über die halbe Bildschirmseite eine Nachricht vom Kommandostand eingeblendet wird. Viele Spieler berichten dann von Störungen und bewerten das Spiel sofort negativ. Wenn man hingegen versucht, die Aufmerksamkeit eines Spielers auf z.B. blinkende Sympole am Bildirmrand zu lenken, so gibt man ihm die Möglichkeit selbst zu entscheiden wann man diesem Hinweis nachgeht. Sie sehen also, es sind so Kleinigkeiten in dem es sich entscheidet wie gut ein Spiel durchdacht und umgesetzt wurde.  In der Kategorie Produktivität hingegen ist man auf deutliche Hinweise und Hilfestellungen angewiesen. Hier muss der Kunde schon beim öffnen an die Hand genommen werden, oder zumindest muss er die Möglichkeit eines sagen wir mal, virtuellen Rundgangs durch die Anwendung erhalten. Um so Komplexer eine App wird, um so wichtiger ist es eine gute Menüfolge, übersichtliche Dialoge und augenfreundliche Farben und Schriften zu wählen.

Somit kommen wir nun kurz zur technischen Umsetzung. Hierbei achten wir unter anderem auf Performance. Wenn man nach dem Starten schonmal mehr als 1Minute warten muss, gehen die Mundwinkel schon mal nach unten. Dann kann nur noch ein guter erster Eindruck retten. Dass widerum bedeutet, man wird beim Startbildschirm nicht gleich mit einem 10Minuten langem Intro gequält, sondern erhält neben einem aufgeräumten Bildschirm auch gleich die Möglichkeit sich in eine Testrunde zu begeben, dies gilt für Spiele wie auch für Produktiv-Apps. Man will sich ja schließlich erstmal umsehen und dann aber auch gleich die Möglichkeit erhalten, seine Kaufentscheidung positiv zu bestärken.

Ein noch wichtiger Punkt ist für alle Kategorien der Apps natürlich was, ganz klar die Steuerung! Mit ihr steht und fällt jede gute App. Wenn man sich eine App für Kinder anschaut, so erwartet der Kunde eine auch für Kinderhände konzipierte Steuerung und nicht eine filigrane Interpretation von Fingerakrobatik. Klare Farben, ansprechendes Design und vor allem positive Ausstrahlung aller Akteure oder Animationen. Für die junge Generation hingegen muss eine App schnell sein, eine Menge an Interaktion bieten. Einstellmöglichkeiten noch und nöcher. Man will selbst entscheiden wie schnell man um die Kurve fährt oder von A nach B kommt. Für die älteren unter uns ist es wichtig das wir vordergründig einen rießen Spaß an der Sache haben und wir haben eine rießen Erwartungshaltung wenn mal wieder ein Hersteller ein Relaunch eines alten Spieles auflegt. Dann vergessen selbst wir mal jede Objektivität. Aber zurück zur Steuerung, es gibt so klassische Computerspiele welche als mobile Version heraus gekommen sind, z.B. Die Siedler. Hier wissen wir meist wie es geht, jedoch macht einem die Steuerung oft einen klaren Strich durch die Rechung. Nicht weil die App nicht gut ist, nein, sondern weil man nun mal keine Maus, sondern mit den Fingern arbeiten muss und dass bereiten einem nunmal gewisse Schwierigkeiten. Klar man gewöhnt sich daran jedesmal bis zum letztem Zoomlevel hinein zu zoomen, jedoch geht das deutlich schlechter als man es mit der Maus gewohnt war. Von daher würde es aber in der Bewertung nicht schlechter abschneiden, da dies nunmal die derzeit noch einzige Möglichkeit ist, das Spiel zu bedienen. Also auch hier ist Objektivität gefragt.

Den für heute letzten Punkt welchen wir ansprechen möchten ist das Preis/Leistungsverhältnis. Natürlich macht es sich für einen Hersteller gut wenn er eine Kostenlose oder Light-Version auf den Markt bringt. Nur leider vergessen einige Hersteller das diese Versionen auch darüber entscheiden ober der Kunde ein Upgrade kauft und vernachläßigen sehr oft die Qualität dieser Versionen. Der häufigste Kritikpunkt ist hier die Performance und Stabilität. Na wenn einem das Spiel oder die App nach 5Min. wieder abbricht, hat sich das meist schon erledigt und die App wird gnadenlos gelöscht. Vielleicht zu unrecht, weil die App sicher gut wäre, aber der Kunde gibt einer App selten eine zweite Chance. Auch das Angebot an Gratis-Versionen wächst täglich in den diversen App Stores. Wir fragen uns jedoch auch sehr oft ob man diese App wirklich braucht, oder ob sie wenigstens Spaß macht? Leider stellen wir nur allzu oft fest das es sich mit solchen Apps gleich verhält wie einst mit den diversen Klingeltönen und ersten Apps auf dem Markt. Sie sind ganz nett, aber spiegeln leider auch den Anspruch an Qualität der Hersteller wieder.

Wir stellten bis heute fest, dass sich Apps für einen Preis von rund 3, Euro am Markt derzeit am besten halten. Abo´s von Onlinemagazinen ausgenommen. Dieser Preis scheint für nennenswerte Hersteller der zu sein in dem man das Beste Preis/Leistungsverhältnis erzielen kann und dies ist auch ein Preis die ein Kunde gerne mal bereit ist zu investieren. Klar, für anspruchsvollere Apps geht dann der Preis schonmal an die 7-8,Euro, aber dann erwartet der Kunde auch ein ausgereifte App und wird sein Urteil deutlicher zum Ausdruck bringen wenn sie nicht seine Erwartungen erfüllt.

So, wir hoffen Sie haben einen kleinen Einblick in unsere Sicht auf Apps erhalten und wir werden demnächst diesem Thema auch eine eigene Seite widmen, da wir hier schließlich auch für den ein oder anderen eine Kaufempfehlung aussprechen und wir uns zur Transparenz verpflichtet fühlen. Der Leser soll sich schließlich auch auf unser Urteil verlassen können!

Also bis dann

Euer

Mercury

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