Mini iPad: Braucht Apple die Miniatur-Variante?


Das neue iPad 3 © Flickr / The GameWay Seit Monaten wird über die Einführung eines Mini iPad spekuliert. So heißt es immer wieder, dass Apple sogar noch im laufenden Jahr seinem iPad mit 10 Zoll Display einen kleinen Bruder beiseite stellen will, dessen Bildschirmdiagonale mit 7 Zoll deutlich kleiner ausfallen würde. Doch braucht Apple in seinem Produkt-Sortiment überhaupt ein Mini iPad? Zumindest wäre es nicht die schlechteste Idee.

Auf dem Tablet-Markt ist Apple die klare Nummer eins. Das verdeutlicht allein schon der zu erwartende Marktanteil, den Apple an allen in 2012 verkauften Tablets für sich verbuchen kann. Laut einer Studie von IDC, dem weltweit führenden Anbieter von Marktinformationen, werden 62 Prozent aller in diesem Jahr verkauften Tablets ein iPad sein. Und so schnell wird Apple seine Pole-Position nicht abgeben. Warum also ein Mini iPad?

Bekommen Amazon und Google bald Konkurrenz?

Apple würde mit einem Mini iPad seine Zielgruppe erweitern und zudem zeigen Konkurrenzprodukte, das eine Nachfrage an kleineren Tablets absolut vorhanden ist. Allein das Kindle Fire vom Online-Händler Amazon, welches bislang nur in den USA verkauft wird, ist ein Kassenschlager. Künftig mischt auch Google im Segment der kleineren Tablets mit und schickt hierfür das Nexus 7 ins Rennen. Das Google-Tablet misst 7 Zoll bietet eine Auflösung von 1280800 Pixel, verfügt über eine Frontkamera mit 1,2 Megapixel und kann wahlweise mit einem 8 GB oder 16 GB internen Speicher gekauft werden. Google verlangt für sein neues Mini-Tablet 199,- bzw. 249,- Dollar. Eine Verdrängung des iPad ist auszuschließen, dagegen wird aber Amazon unter Druck geraten.

Schließlich ist allein schon wegen der besseren Ausstattung davon auszugehen, dass das Googles Nexus 7 das Kindle Fire ausstechen wird. Doch sollte Apple, wie zu erwarten ist, seinerseits ein Mini iPad in den Handel bringen, würde der Apfelkonzern mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch im Segment der kleineren Tablets schnell die Spitzenposition erobern.

Apple mit variabler Firmenphilosophie

Apple-CEO Tim Cook © Flickr / deerkoski

In Cupertino hüllt man sich gewohntermaßen in Schweigen, doch auch Apple-CEO Tim Cook weiß über die Lukrativität des Marktes kleinerer Tablets bescheid und ist kein Befürworter einer starren Firmenphilosophie, nach der nur ein Produkt hergestellt werden dürfe. Das wird auch durch das kommende iPhone untermauert, dem Apple ein größeres Display (4 Zoll?) spendieren will.

Ein weiterer Grund, der für die Einführung eines Mini iPad spricht, ist die Hülle und Fülle an Gerüchten, die im Laufe der letzten Wochen und Monate die Runde machten. Demnach muss einfach etwas am kleinen Apple-Streichelcomputer dran sein.

Kommt das Mini iPad zum Kampfpreis?

Im Zuge der Spekulationen wurden auch schon erste Verkaufspreise gehandelt. Demnach plant Apple, seine Miniatur-Variante des iPads für einen aggressiven Preis von 200,- bis 250,- Dollar anzubieten. Zufälligerweise genau die Preisspanne, die Google für sein Nexus 7 ausgerufen hat. Zum Vergleich: Wer ein iPad haben will, muss mindestens 399 Euro im Apple Store auf den Tisch legen. Dafür gibt es aber lediglich das iPad 2 aus dem Vorjahr!

So ein Mini iPad mit niedrigem Einstiegspreis wäre definitiv auch für viele Kunden interessant, die sich die bisherigen teuren High-End-Produkte aus dem Hause Apple einfach nicht leisten konnten oder wollten.

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