Gaming-Olymp: Apple wird zur größten Spielplattform


Noch vor fünf Jahren wurde Apple im Gaming-Bereich belächelt. Mittlerweile hat es Apple aber dank iOS zur erfolgreichsten Spiele-Plattform der Welt geschafft. Willkommen im Gaming-Olymp! Und während bei Nintendo oder Sony die Sorgenfalten immer tiefer werden, sieht Apples Zukunft auf dem Spielesektor weiter rosig aus.

2007 räumten Analysten dem Apfelkonzern im Gaming-Bereich keine Chancen ein, wobei man davon ausging, dass die Mac-Rechner die Spieleplattform darstellen werden. Mit dieser Prognose haben die Analysten sicher Recht gehabt, ist doch die Mac-Familie nicht unbedingt die bevorzugte Plattform für Zockerfreunde. Doch dann im selben Jahr führte Apple erst mit dem iPhone und später mit dem iPod Touch zwei neue Geräte ein, 2010 folgte dann auch noch das iPad und prompt machte sich das iOS-Dreigestirn auf, den Spielemarkt zu erobern und zu dominieren.

Apples Game Center: PS2 und Nintendo DS bald übertrumpft

Mittlerweile zählt der Apple Dienst „Game Center“ stolze 130 Millionen Mitglieder, die alle ganz heiß darauf sind, sich mit anderen Mitglieder weltweit zu messen. Diese enorme Teilnehmerzahl wird iOS bis zum Jahresende zur erfolgreichsten Spiele-Plattform aller Zeiten machen, wenn man es nicht bereits schon ist.

Zu dieser Aussage kommt zumindest das Marktforschungsunternehmen „Asymco“, die sich dabei an den kumulierten Verkäufen aller stationärer und mobiler Spielkonsolen die es jemals auf dem Markt gibt oder gab, orientieren und diese mit Nutzeranzahl von Apples Game Center vergleichen.

Zwar rangieren auf den ersten beiden Plätzen derzeit noch die Playstation 2 und der Nintendo DS, die jeweils 150 Millionen Mal verkauft wurden, doch dahinter liegt schon iOS. Doch da die Konsolen alles andere als neu sind, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Apple die Konkurrenz verdrängt hat und sich die Krone aufsetzen darf. Bis Jahresende erwarten die Analysten 200 Millionen angemeldeter Accounts im Game Center.

Auch Game Center-Verweigerer zocken

Dabei muss man auch beachten, dass Apple bislang 400 Millionen iOS-Geräte verkauft hat, von denen sich aber nicht Mal die Hälfte der Besitzer im Game Center angemeldet hat. Wir wollen und können aber nicht davon ausgehen, dass die restlichen 270 Millionen Käufer nie mit ihrem iPhone, iPod Touch oder iPad spielen. Anders ausgedrückt: Apple dürfte die Rekorde von Sony und Nintendo schon längst übertroffen haben.

Infinity Blade iOS © Flickr/Wesley Fryer

Zudem ist Apples neues Betriebssystem OS X „Mountain Lion“ fest im Game Center integriert, was den Wirkungskreis entsprechend weiter vergrößern wird.

Portable Konsolen gegen iOS-Geräte chancenlos

Zweifelsohne hat sich der Spielemarkt in den letzten Jahren gewandelt und Apple hat mit seinem iPhone und Co. einen großen Anteil daran. Kunden finden im App Store eine schier unendliche Auswahl an Spielen, die dabei noch vergleichsweise günstig – nicht selten auch gratis – angeboten werden und schnell auf dem iOS-Gerät landen. Das Angebot wird von den Usern dankend angenommen und für den mobilen Spielespaß kommt das iPhone immer häufiger zum Einsatz, während portable Konsolen kaum noch eine Chance haben. Erschwerend kommt hinzu, dass Geräte wie Nintendo 3DS oder Playstation Vita an sich sowie die Spiele in der Anschaffung nicht billig sind.

iOS erobert Wohnzimmer – klassische Konsolen zittern

Und Apples Zukunft auf dem Gaming-Bereich sieht weiter rosig aus. Insbesondere, wenn man sich die zunehmende Verbindung der iOS-Geräte mit dem Apple-TV ansieht. iOS wird früher oder später auch den Fernseher erobern und dann droht den klassischen Konsolen à la Playstation 3, Xbox 360 und der Wii (U) großes Ungemach.

Doch was bedeutet das für die renommierten und großen Spielehersteller? Die müssen sich weniger um ihre Existenz sorgen. Bestes Beispiel ist das Actonspiel „Infinity Blade“ von Epic Game für iOS, das laut Hersteller das „lukrativste Spiel von Epic Games“ ist wenn der erzielte Gewinn und die investierten Programmierstunden ins Verhältnis gesetzt werden.

Vor dieser Entwicklung, die Apple mit iOS auf dem Spielemarkt hingelegt hat, kann man wirklich nur den Hut ziehen.

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