Fernseher, Kamera, Auto was hat Apple in der Mache?


In erster Linie waren es die außergewöhnlichen Ideen, die Apple zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Welt gemacht haben. Als man mit den eigenen Handys nicht zufrieden war, entwarf man vor mittlerweile fünf Jahren das iPhone, ein Handy, das mit seiner schlichten Eleganz, einem Touchscreen und einer einzigen Taste die Welt der Technik völlig auf den Kopf stellte. Bis heute gibt es kein Smartphone, das so oft verkauft wurde, wie das iPhone. Das Handy steht symbolisch für Kreativität und Erfolg des Unternehmens, und doch ist es bei weitem nicht die einzige geniale Idee aus dem Hause Apple. iMac, MacBook Pro, MacBook Air, iPod, iPad, iTV, iCar, iCam Moment mal, iTV, iCar und iCam? Richtig, in den Reihen von Apple gibt es nicht nur Pläne für einen Fernseher, sondern auch für eine Kamera und ein Auto. Wir fassen alle aktuellen Gerüchte zusammen und klären, wie wahrscheinlich eine Veröffentlichung der drei Geräte wirklich ist.

Eine Auto von Apple?!

Ein Fernseher von Apple? Ja, hier kursieren ja schon seit Jahren Gerüchte.. Eine Kamera? Ok, warum nicht. Aber ein Auto?! Das klingt im ersten Moment vielleicht wie ein schlechter Scherz ist es aber nicht. Denn im Zuge des Rechtsstreits zwischen Apple und Samsung musste Apple nun zahlreiche geheime Informationen offen darlegen. Darunter waren nicht nur hunderte Seiten von iPhone- und iPad-Prototypen, die Information, dass Apple bisher 647 Millionen Dollar in Werbekampagnen für sein Handy investiert hat, sondern auch Pläne für ein mögliches Auto von Apple. Diese Pläne scheinen allerdings schon seit längerer Zeit nicht mehr verfolgt zu werden, naja, es wäre auch irgendwie verrückt, wenn ein Computerkonzern plötzlich in die Automobilbranche einsteigen würde, aber bei Apple weiß man ja nie.

Samsungs Taktik bei der ganzen Aktion fruchtete übrigens nicht wirklich. Die Koreaner wollten mit den dargelegten Informationen beweisen, dass auch Apple sich in Sachen iPhone und iPad hat inspirieren lassen. Die Apple-Dokumente ließen allerdings keine Rückschlüsse auf diese Vorwürfe zu. Und als vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass Samsung in einem 132 Seiten umfassenden Dokument das Galaxy S in über hundert Punkten mit dem iPhone verglichen hat, um herausfinden zu können, wie das eigene Handy denn nach dem großen Vorbild von Apple verbessert werden könne, muss man nun konstatieren, dass der Vorteil in dem ganzen Rechtsstreit nun auf Seiten Apples zu liegen scheint. Wen die Hintergründe zu diesem Thema interessieren, sollte vielleicht einen Blick auf unseren Artikel Rechtsstreite in der Welt der Technik: Versuch einer Erklärung werfen.

Eine Apple QuickTake 200 aus dem Jahr 1996.

Kamera von Apple: Es wäre nicht die erste!

Steve Jobs darf definitiv als die treibende Kraft und das Gesicht von Apple bezeichnet werden. Mit seinen Ideen, seinem Ehrgeiz und seinem Willen brachte er sein Unternehmen ganz nach oben. Nach seinem Tod bot vor allem seine Biographie, verfasst von Walter Isaacson, einen tiefen Einblick in die Gedanken und Pläne des Genies. So hatte es sich Jobs unter anderem zum Ziel gesetzt, zwei Märkte zu revolutionieren: Den Fernseh- und den Fotografie-Markt.

Wer glaubt, dass Apple und Kameras nicht zusammenpassen, der irrt sich. Denn schon in den 1990er Jahren tauchten in der Produktpalette von Apple Digitalkameras auf, auch verkaufte Apple zwischen 2003 und 2006 die FireWire-Webcam iSight. Klar, vom aktuellen Fotografiemarkt ist Apple trotzdem ziemlich weit entfernt. Wobei: Auf Flickr liegt in der Liste der beliebtesten Kameras der Nutzer das iPhone auf Platz eins und dort gibt es immerhin ganze sechs Milliarden Bilder. Der Gedanke, dass Apple die in iPhone und iPad verbauten Kameras verbessern und deren Schwächen (wie etwa die geringe Lichtaufnahme und den fehlenden optischen Zoom) in einer Kompaktkamera ausmerzen könnte, macht also schon irgendwie Sinn. Insgesamt ist das allerdings als Spekulation einzuordnen, außer ein paar losen Kontakten gibt es keine Informationen, die als wirklich handfest bezeichnet werden könnten.

Sehnlichst erwartet: Der Apple-Fernseher

Wenn wir in den nächsten Jahren eines der drei genannten Geräte auf dem Markt sehen werden, dann wird das mit großer Wahrscheinlichkeit der Apple-Fernseher sein. Von vielen Fans sehnlichst erwartet, von Steve Jobs persönlich mehr oder weniger bestätigt:

Ich will einen integrierten Fernseher herstellen, der extrem einfach zu bedienen ist. Er wird nahtlos mit allen anderen Apple-Geräten und mit iCloud synchronisiert. Er wird die einfachste Benutzerführung haben, die man sich denken kann. Ich habe es endlich geknackt. [Quelle: Steve Jobs: Die autoriesierte Biografie des Apple-Gründers]

Nicht umsonst erwarteten zahlreiche Journalisten und Apple-Fans auf der diesjährigen Entwicklermesse WWDC, die Apple alljährlich nutzt, um neue Software und Technologien vorzustellen, offizielle Informationen zu einem Apple-Fernseher. Doch sie wurden enttäuscht, denn Tim Cook verlor kein Wort über ein mögliches Fernsehgerät komisch, vor allem wenn man bedenkt, dass Cook einige Wochen zuvor derjenige war, der die Spekulationen weiter angeheizt hat: Die meisten Leute sind mit dem Angebot an TV-Geräten nicht zufrieden – wir schauen uns das weiter an.

Bleibt der Apple-Fernseher also nur ein Traum? Schwer zu sagen. Denn Hinweise gibt es ja eigentlich in Hülle und Fülle: Die Aussagen von Jobs und Cook, die Sicherheit der Analysten, die Informationen der Insider und trotzdem keine Ankündigung auf der WWDC. Diese fehlende Ankündigung hat Apple nach Rechnungen von Marketwatch übrigens ungefähr 16 Milliarden Dollar gekostet. Eine stolze Summe die zeigt, wie sicher sich die Anhänger hinsichtlich des iTV waren.

Die Hoffnung bleibt. Die Hoffnung auf einen Fernseher, der nach bisherigen Gerüchten mit Siri, Facetime und App-Store kombiniert werden kann, sich via iPhone oder iPad steuern lässt und die Bedienung der Fernsehgeräte neu definiert. Die Hoffnung wird aber wohl bis 2013 auch eine Hoffnung bleiben.

Fazit

Ja, Apple hatte Pläne für ein Auto, nein, dieses Auto wird zu 99 Prozent niemals das Licht der Welt erblicken. Eine Kamera ist da schon etwas wahrscheinlicher, sie könnte geschickt an iCloud angebunden werden, auch der App-Store könnte hier zumindest zu Teilen zum Einsatz kommen. Am wahrscheinlichsten ist allerdings nach wie vor der Apple-Fernseher. Er könnte ähnlich wie damals das iPhone die Handywelt den Markt revolutionieren. Doch Apple wird Gründe haben, aktuelle Informationen weiter unter Verschluss zu halten. So können alle Apple-Fans nur eines tun: abwarten. Und sich an all den anderen schönen Apple-Geräten erfreuen.

 
 
 

Quellen:

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